Hilfe ist eine Pflicht christlicher Nächstenliebe

Hilfe ist eine Pflicht aus christlicher Nächstenliebe

"Wir sprechen hier von Menschen, nicht von einer Fracht" (Bernd Bedronka, Stellvertretender Fraktionsvorsitzender) "Hilfe ist eine Pflicht aus christlicher Nächstenliebe" (Dorothe Heller, Stellv. Vorsitzende Jugend- und Sozialausschuss) Die SPD erwartet eine klares Statement des Grefrather Rates am 08.Juli: Seenotrettung im Mittelmeer ist weder illegal noch überflüssig! Europa muss diese Menschenleben retten. Und auch unsere Gemeinde muss dazu beitragen! Im Rahmen unserer Möglichkeiten - und ohne wenn-und-aber!

Antrag der SPD Fraktion für die kommende Sitzung des Jugend-, Sozial- und Seniorenausschusses

Antrag der SPD Fraktion für die kommende Sitzung des Jugend-, Sozial- und Seniorenausschusses

Der Bürgermeister wird gebeten - Sich dem Appell der Oberbürgermeister*innen der Städte Bonn, Düsseldorf, Berlin, Freiburg und weiteren Städten und Gemeinden anzuschließen, dass es intensive politische Anstrengungen geben muss, die Situation im Mittelmeer zu lösen, bis eine europäische Gesamtlösung für die Aufnahme, die Asylverfahren sowie die Integration oder die Rückführung der Geflüchteten gibt und sichere Fluchtwege und die Fortführung der Seenotrettung als Bestandteil einer menschenwürdigen Asylpolitik zu fordern, - In einem Brief an die Bundeskanzlerin zu signalisieren, dass deshalb auch die Gemeinde Grefrath bereit ist, freiwillig Flüchtlinge aufzunehmen. Diese Möglichkeiten sollten für ein humanitäres Signal genutzt werden.

Begründung Die Grefratherinnen und Grefrather sind weltoffen und tolerant; Menschen aus vielen Nationen leben in unserer Gemeinde, teilweise seit Jahren und Jahrzehnten, teilweise erst seit kurzem. Durch das herausragende Engagement vieler ehrenamtlicher Helferinnen und Helfer, für deren Arbeit wir uns ausdrücklich bedanken, ist es – bei allen Schwierigkeiten, die es gab und gibt – ausgesprochen gut gelungen, vielen Geflüchteten ein menschenwürdiges zu Hause zu bieten und diese Menschen in Grefrath zu integrieren. Seit Anfang dieses Jahres sind schon ca. 2000 Menschen auf der Flucht im Mittelmeer ertrunken. Hier versagt die europäische Flüchtlingspolitik. Menschen besteigen seeuntüchtige Boote, um bitterster Not und Gewalt in ihrer Heimat zu entfliehen. Dabei spielen sich menschliche Tragödien ab, Boote kentern, Menschen ertrinken. Erreichen Boote dennoch europäische Küsten, werden sie abgewiesen oder müssen tagelang warten. Die Schließung italienischer Häfen verlängert die Fluchtroute weiter. Auf diese Lage haben viele Städte und Gemeinden reagiert, indem sie sich bereit erklärt haben, freiwillig und zusätzlich Geflüchtete aufzunehmen, die aus Seenot im Mittelmeer gerettet wurden. Die Möglichkeiten bestehen dazu auch in unserer Gemeinde. Diese Möglichkeiten sollten für ein humanitäres Signal genutzt werden. Foto: AWO International