OhneVereinsleben keine Lebensqualität in Grefrath

Ohne Vereinsleben keine Lebensqualität in Grefrath

Ob Soziales, Sport oder Kultur - ohne ehrenamtlich Engagierte in unseren Vereinen und Kirchen ist der innere Frieden unserer Gesellschaft gefährdet. Die SPD hat zu den laufenden Haushaltsberatungen 2020-2021 daher mit viel Augenmaß - fast schon Bescheidenheit - zwei Anträge gestellt, um "850 Jahre Oedt", "Bundesköniginnentag", "Katholische Büchereien" und "Jugendtheater" zu fördern sowie die unsägliche "Hallennutzungsgebühr" für Sporttreibende abzuschaffen.

1. Kultur Die SPD Fraktion beantragt, in den Haushaltsplan der Gemeinde Grefrath im Produktbereich 04 Kultur und Wissenschaft einen Betrag von  15.000 € für die Förderung Kulturschaffender für 2020  10.000 € für die Förderung Kulturschaffender für 2021 einzustellen. Begründung: Während dieser Produktbereich zwar Personal- und Geschäftskosten aufweist, sind bisher gar keine Ansätze für die direkte Unterstützung von Kulturveranstaltungen oder Kulturschaffenden enthalten. Im Jahr 2020 finden in unserer Gemeinde gleich mehrere besonders unterstützungswürdige Veranstaltungen statt. So wird Oedt 850 Jahre alt. Dafür sind aus dem eingestellten Betrag € 5.000 zu verwenden, die vom Heimatverein Oedt für die Jubiläumsfeier verwaltet und deren sachgerechte Verwendung nachzuweisen ist. Der Bundesköniginnentag findet ebenfalls 2020 in Grefrath statt. Dafür sind € 1.500 bereit zu stellen, die ggfs. auch durch Arbeiten des Bauhofes (interne Verrechnung) als Sachmittel verwandt werden können. Die Büchereien der Kirchengemeinde St.Laurentius arbeiten vorbildlich mit engagierten Ehrenamtlichen. Nach Schließung aller lokalen öffentlichen Büchereien besteht hier die einzige Möglichkeit zur (kostenfreien) Entleihung von Medien. Zur Ersatzbeschaffung und damit Aufrechterhaltung der Aktualität und Attraktivität des Medienbestandes sind € 1.500 p.a. bestens angelegtes Geld. Darüber hinaus gibt es eine Reihe weiterer herausragender Kulturgruppen in unserer Gemeinde, die keinem überregionalen Dachverband angeschlossen sind und daher hier auch keine Zuschussmöglichkeiten haben. In der Natur der Sache liegt für viele die alternativlose Nutzungsnotwendigkeit z.B. der Albert-Mooren-Halle, die ebenfalls nicht entgeltfrei ist. Das Grefrather Jugendtheater z.B. mit seiner wertvollen Arbeit besitzt eine alleinstehende und nicht vergleichbare Stellung, für die € 5.000 p.a. bereitgestellt werden sollen. Außerdem sollen weitere - in jedem Einzelfall zu prüfende – angemessene Kulturzuschüsse vergeben werden können. Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass Zuschüsse an Kulturschaffende einerseits eine Wertschätzung der überwiegend ehrenamtlichen Arbeit darstellen und im Übrigen vor Erstellung des zwischenzeitlich ausgelaufenen Haushaltssicherungskonzeptes durchaus bereits vorhanden waren.

2. Sport

Die SPD Fraktion beantragt, im Haushaltsplan der Gemeinde Grefrath im Produktbereich 08 Sport 080101 Sportförderung den Betrag von
 € 20.000 Benutzungsgebühren (Sportstättennutzungsgebühr)
zu streichen.

Begründung:
Bei Einführung der sogenannten Sportstättennutzungsgebühr war diese ein Diktat des Haushaltssicherungskonzeptes. Um die vollständige kommunale Entscheidungslosigkeit eines Nothaushaltes zu vermeiden, waren wir gezwungen, zu derartigen Mitteln zu greifen. Bereits damals wurde allerdings auch beschlossen, die Sportstättennutzungsgebühr auf ihre Effizienz, ihre weiter bestehende Notwendigkeit und auf die Auswirkungen für die Sportvereine zu überprüfen. Diese Überprüfung hat nicht stattgefunden. Nach übereinstimmender Auskunft der Grefrather Sportvereine belastet diese Gebühr weiterhin in erheblichem Maße die Vereinskassen und verhindert zum Teil eigentlich notwendige Investitionen der Vereine selbst. Zudem befinden wir uns nicht mehr in der Haushaltssicherung, sodass hier der Begründungszusammenhang entfällt. Eine Streichung bedeutet gleichzeitig auch die Einsparung von Verwaltungskosten sowie Vermeidung unnötiger Reibereien. Letztendlich steht es einer „Sport- und Freizeitgemeinde“ gut zu Gesicht, den Ehrenamtlichen in den Sportvereinen Wertschätzung entgegen zu bringen und sie mit aller Kraft zu unterstützen. Die zusätzliche Belastung mit einer Gebühr bewirkt aber das Gegenteil.