Pressemeldungen der SPD Grefrath

12.02.2021

SPD: Bei Bodenversiegelung mehr Ausgleich schaffen

(GREFRATH) „Bei der Gestaltung von Gewerbegebieten können wir viel von den Niederlanden lernen“ merkte Bernd Bedronka, Fraktions-Chef der Grefrather SPD, in der vorigen Woche im Bau- und Planungsausschuss an. „Insbesondere Grün- und Wasserflächen als Klimaschutz und Auflockerung, aber vor allem auch Entsiegelung anderer Flächen wären nötig.“ Bei der Aufstellung des Bebauungsplanes GR 54a für die Erweiterung des Gewerbegebietes Wasserwerk war der SPD aufgefallen, dass einer Anmerkung des Kreises Viersen zum Bodenschutz nicht gefolgt werden soll. Der Kreis hatte auf die unwiederbringliche Zerstörung von Boden durch dessen Versiegelung hingewiesen und dazu aus dem Landschaftspflegerischen Fachbeitrag (LFB) zitiert. Bedronka: „Auch wenn wir die Schaffung benötigter Gewerbeflächen ausdrücklich bejahen, so darf sie ruhig die Umwelt mehr schonen und es können durchaus an anderer Stelle Ausgleiche geschaffen werden.“

In der Beschlussvorlage heißt es: „Im Zuge des landesweiten enormen Flächenverbrauchs ist es i.d.R. nur selten realisierbar, durch Entsiegelung im engen räumlich-funktionalen Zusammenhang zu reagieren. Es sind im Rahmen der vorliegenden Planung keine Entsiegelungsmaßnahmen vorgesehen…“

Da stellt sich die Frage: Warum wird keine Entsiegelung erwogen? „In der Regel“ heißt ja nicht, es geht gar nicht.

Maßnahmen zur Klimaresilienz sind möglichst zeitnah umzusetzen. Diese Aufgabe ist in Kommunen zu leisten. D.h. u.a. dass bei Versiegelung im Idealfall Entsiegelungen vorzunehmen sind. Die geplanten Anpflanzungen reichen da nicht aus, denn sie sind als Naturschutzmaßnahmen sowieso Aufgabe der Kommune und sollten grundsätzlich nicht nur als Ausgleich für verlorengegangene Flächen stattfinden.

Darüber hinaus sind Entsiegelungen gerade in Zeiten mit besonders heißen Sommern eine hervorragende Ausgleichsmaßnahme auf dem Gemeindegebiet, z.B. auf Schulhöfen, um Hitzeeinwirkung durch mehr kühlendes Grün zu minimieren.