Antrag Wohnmobilhafen

Die SPD-Fraktion beantragt die Aufnahme eines TOP „Wohnmobil-Hafen“ in die Tagesordnung der nächsten Sitzung des Haupt-und Finanzausschuss und folgenden Beschluss: Die Verwaltung möge prüfen, ob die Schaffung eines Wohnmobilhafens/Touristikplatzes in attraktiver Ortslage von Grefrath (z.B. am Freibad) möglich ist und ob etwaige Fördermöglichkeiten genutzt werden können.
Begründung:
Insgesamt 589.355 zugelassene Reisemobile meldete das Kraftfahrt-Bundesamt zum 1. Januar 2019. Stellplätze gerade in der Hauptreisezeit gibt es zu wenige. Die Urlaubsform Caravaning wird immer beliebter, folglich steigt der Bedarf an Reisemobilstellplätzen. Reisemobilistenbevorzugen vor allem Kurzreisen innerhalb von Deutschland und sind gerade deshalb für den Deutschlandtourismus ausgesprochen attraktiv. So hat sich seit 1983 eine Infrastruktur in Deutschland entwickelt, die mit über 4.000 Stellplätzen vielfältiger und lebendiger denn je ist. Trotz der großen Anzahl bestehender Stellplätze bietet der Reisemobiltourismus für Kommunalpolitiker, Touristiker und Investoren eine große Chance, sich einer neuen Herausforderung und Entwicklung im Bereich Tourismus zu stellen. Die Corona-Pandemie hat den Trend zum Reisemobil noch verstärkt.Reisemobilisten sind ausgeprägte Individualisten. Sie suchen Ziele auch abseits der ausgetretenen Pfade des Massentourismus. Sie sind finanziell weitgehend unabhängig. Reisemobilisten bevorzugenvor allem Kurzreisen innerhalb von Deutschland und sind gerade deshalb für den Deutschlandtourismus ausgesprochen attraktiv.
Laut einer Studie geben Reisemobilisten pro Tag rund 50 Euro aus. Daraus folgt ein Umsatz von über 1,5 Milliarden Euro alleine von Reisemobilisten außerhalb von Campingplätzen. Diese verteilen sich dabei neben den Übernachtungskosten vor allem auf den lokalen Einzelhandel, die Gastronomie und Freizeitangebote wie Freizeitparks, Museen und Wellness-Angebote.(Quelle: www.reisemobil-stellplatz.info) Das touristische Angebot bezüglich Übernachtungsmöglichkeiten in unserer Kommune ist begrenzt. Zwar gibt es einige Hotels und Ferienwohnungen sowie einen Campingplatz. Dazu noch einen Wohnmobilstellplatz in Oedt. Letzterer verfügt aber nicht über eine ausreichende Infrastruktur wie z.B. Sanitäranlagen und Ver-und Entsorgungsmöglichkeiten. Diese wären am Freibad gegeben, bzw. könnten mit relativ geringem Aufwand geschaffen werden.Ggfs. ist die Anlegung eines Wohnmobil-Hafens oder Touristikplatzes in die Planungen zur Landesgartenschau einzubeziehen. Ebenso ist eine Ausstattung mit Ladestationen für sog. E-Bikes / Pedelecs vorzusehen.

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